Klimakrieg - Krieg mit dem Treibhauseffekt

© Rainer Sturm / pixelio.de

Es war zu spät. Die Warnungen der Wissenschaftler wurden gehört, jedoch war die Aufgabe eine zu große Prüfung. Die Regierungen der gesamten Menschheit hätten an einem Strang ziehen müssen, um dem Klima-Kollaps entscheidend entgegen zu wirken. Doch spätestens ab dem Zeitpunkt, von dem an klar wurde, dass es auch Gewinner der Klimaerwärmung geben würde, war keine Einigung mehr in Sicht. Russland hoffte auf die Erschließung der Bodenschätze "unterm" Nordpol, das Auftauen Sibiriens und auf das ganzjährige Passieren der Nordmeer-Passage. Andere Länder sahen ihre ärgsten Kontrahenten mehr unter dem Klima leiden als sich selbst. So hoffte China auf Hurrikans der höchsten Kategorie, welche die USA in die Knie zwingen sollten. Eigene Nachteile wurden dafür in Kauf genommen. Letztendlich war es aber schlichtweg die mangelnde Zeit, die eine Lösung von vornherein unwahrscheinlich machte. Der Klimakollaps kam schneller als erwartet. Ab einem bestimmten Punkt waren es einfach zu viele Belastungen, die über die Völker dieser Welt hereinbrachen. Ganze Staaten fielen ins Chaos. Keiner schien als Gewinner hervorzugehen. So schien es gewesen zu sein. Doch ist die Wahrheit viel grausamer.

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Die Mächtigen und Reichen der gesamten Menschheit hatten sich bereits in den 1990er auf ein Abkommen geeinigt, indem eine gemeinsam Richtung beschlossen wurde. Jedoch sollte das Klimaproblem nicht beseitigt, sondern verschärft werden. Diejenigen, die sich dem Abkommen verweigerten, wurden schnell beseitigt. Doch waren es ohnehin nur Wenige. Doch warum wurde dieser folgenschwere Plan schließlich umgesetzt? Während sich die Reichen und Mächtigen tiefliegende Hightech-Bunker bauen ließen, sollte ein Großteil der Menschheit in den aufkommenden Wettergewalten geopfert werden. Dadurch sollte sich das Klimaproblem langfristig lösen lassen, die Nahrungsknappheit überwunden werden, kurz, die Strapazen, die mit der Überbevölkerung einhergingen, sollten ein generelles Ende finden. Aber was der eigentliche Grund war, ist dem tiefsten Seelendunkeln entwichen. Es sollte eine neue Menschheit der "Starken und Erfolgreichen" entstehen, die schwachen und lebensunwerten Ballast dezimiert. Die Kongress der "Edlen Gesinnung" von 1996 wurde damals zum Wannensee für das Projekt "Der letzte Krieg". Es sollte ein Klimakrieg werden. Am Ende überlebten nur rund 200000 Menschen "Auschwitz III". Sie lebten in den Bunkern, welche die "Edlen Gesinnten" während der "kraftvollen Klimakorrektur" bezogen. Viele der Überlebenden können sich an Nichts mehr erinnern. Viele von Ihnen sind die Kinder der Edlen, aber sie schämen sich zutiefst dafür, warum sie zu den Überlebenden zählen. Was die Zukunft bringt, ist schwer zu sagen. Der Schock über die Beweggründe, die zum Letzten Krieg geführt haben, erschüttert die Seelen der Überlebenden. Es gibt keinen Feind, an dem sie sich rächen könnten. Viele sterben im tiefen Zweifel am Mensch sein und kauern sich in den Tod.