Parkour

Steckbrief Parkour

Herkunftsland: Frankreich / Pariser Vororte

Hochphase: ab den 1990er - heute

Synonyme: Traceure

Außenbezeichnungen:

typische Vorurteile: Adrenalin-Junkies, ohne Resepkt vor dem Eigentum anderer

Vorbilder: "méthode naturelle" des französischen Militärs, afrikanischen Stammesangehörigen

Verwandte Subkulturen:

Einstellung/Fokus:

  • physische und mentale Ausbildung im Einklang mit der Natur ("methode naturelle") auf eng besiedelte Räume übertragen
  • elegante (Bewegungsabläufe möglichst zusammenhängend) effiziente und schnelle Forbewegung ohne Hilfsmittel
  • ästhetische Bewegungsabläufe
  • kreativer Umgang mit der Umwelt
  • Adaption von Elementen anderer Sportarten (Turnen, Tanzstile, Kampfsportarten, Akrobatik, Skateboarding)
  • keine Risikomaximierung (Sicherheit vor Selbstüberschätzung)
  • Anpassung an Gegebenheiten
  • grundlegender Wertekanon bezüglich Raum, sozialer Strukturen und Besitzverhältnisse
  • kein Wettkampf
  • Frustrationstoleranz lernen
  • Vermeidung reißerischer Darstellung in den Medien
  • respektvoller Umgang mit eigenen emotionalen und körperlichen Grenzen
  • Toleranz und Offenheit
  • Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen
  • Vernetzung

Abgrenzung:

Splittergruppen: immer mehr Sportarten werden im Parkour adaptiert -> konkurrierende Strömungen

innere Konflikte: unterschiedliche Auffassungen existieren zwischen Gruppen, die einerseits einen respektvollen und höflichen Umgang mit dem "öffentlichen Raum" pflegen, um die Nutzung nicht zu gefährden, andererseits die ohne Rücksicht auf öffentliche Meinung und externen Widerstände Parkour betreiben, weil Raum- und Freiheitsansprüche verdeutlicht werden sollen.

bekannte Vertreter: Raymond Belle, David Belle

Musik: nicht Szene-tragend

Erscheinungsbild/Symbolik: spezielles Schuhwerk (stoßabsorbierend, griffig, gut sitzend), adäquate Sportkleidung, die verschieden regionalen Gruppen legen sich häufig Logos zu

typische Verhaltensmerkmale/Rituale:

  • offen
  • respekvoll
  • tolerant
  • intensive Pflege der Kontakte
  • gemeinsames Trainig mit regem Wissensaustausch
  • Workshops
  • Spots abklopfen (neue Räume erschließen)
  • Trippelschritte zum Abmessen
  • Training im öffentlichen Raum