Gegenkultur - meist jugendlich - kein Milieu

  • Szene: Lebensgefühl auf dem Experimentiertisch. Emanzipation von festgefahrenen oder verantwortungslose Realitätsflucht auf Kosten gewachsener Strukturen?
  • Gegenkultur: Ein mitunter gefährliches Spiel zwischen Jung und Alt! Wie junge Generationen die Welt der Alten übernehmen.
  • Jugendkultur: Abgrenzung zum schnöden, spießigen Rest des Universums, um durch Partys, Musik, Mode, Spaß und schließlich verbindliche Freundschaften Teil von etwas Besonderen zu sein.
  • Alternativer Lebensstil: Entschleunigung während systemischer Überhitzung. Oder besteht die Gefahr des Stillstands und somit Rückschritt?

 

Menschen sind individuell verschieden! Jeder Mensch scheint einzigartig. Doch ist der Einzelne in der Regel auch mindestens einer sozialen Gruppe zuzuordnen. Dabei spielt es eine Rolle, ob die Gruppe von Außen in seinen Eigenschaften bestimmt worden ist oder diese aktiv ihre Prägung festlegt. Für den Menschenpark gilt: Milieus werden von Außen bestimmt und Anhänger von Subkulturen bemühen sich, ihre Prägung selbst festzulegen. Mehr noch! Der Terminus Subkultur beschreibt Akteure einer Untergruppe, die sich im Hinblick auf zentrale Normen deutlich von der „herrschenden“ Kultur abgrenzen wollen. Subkulturen werden deswegen auch als Gegenkulturen bezeichnet. Und weil sie in den meisten Fällen von Jugendbewegungen ausgehen, sind Gegenkulturen nicht selten mit Jugendkulturen gleich zu setzen.

Nach Ansicht einiger Gesellschaftswissenschaftler trifft der Begriff Szene mehr zu, wenn im Menschenpark von Subkultur die Rede ist. Die Soziologische Abteilung des Menschenparks wird dieser Debatte aufmerksam folgen und neue Fakten zur Kenntnis nehmen. Für die Orientierung im Menschenpark reicht es augenblicklich, wenn sich Subkulturen als aktive Unterkulturen vorgestellt werden, die sich von der herrschenden Alltagskultur abgrenzen wollen und mehrheitlich von jungen Menschen ausgehen.

Anhänger von Subkulturen sind auf der Suche nach alternativen Lebensentwürfen, Protestmöglichkeiten und Abgrenzung gegenüber dem Elternhaus und der Gesellschaft.

Am Ende stellen wir fest, dass eine Vielzahl von Stereotypen aber auch Vorurteilen, die einen einzelnen Menschen schnell und einfach einordnen lassen, ständig entstehen aber auch wieder vergehen können. Du bist ein Hippie! Du bist ein Raver! Du bist ein Yuppie! Oder! Du bist ein Hedonist, um als Beispiel ebenso ein Millieu zu nennen! Dabei kann ein Mensch nicht nur einer Subkultur zugerechnet werden. Die Wahrnehmung kann je nach Persönlichkeit schwanken oder wir haben es in der Tat mit einem Anhänger des "Hoppings" zu tun. Verkehrt eine Person in mehreren Subkulturen, so muss das nicht zwingend bedeuten, dass der Betroffene beide Kulturen voneinander abschottet. Oftmals entstehen gerade durch die daraus entstehenden symbiotischen Prozesse neue Varianten oder gar eine völlig neue Subkultur.

Wenn Sie auch einmal "Hopping" betreiben wollen, können Sie unseren SubKult-Automat verwenden, damit Sie ohne großes Risiko einer neuen Subkultur begegnen können.